Der Ablauf eines Treffens

Zu Beginn wird gefragt, wer die Moderation des Abends übernimmt. Diese Rolle ist freiwillig und kann auch als Lernfeld gesehen werden.

Grundsätzlich gilt: In einer Selbsthilfegruppe trägt jedes Gruppenmitglied Verantwortung für das eigene Wohlbefinden und für das Gelingen des Ganzen. Irritationen, Störungen, Ideen und Verbesserungsvorschläge dürfen deshalb ausdrücklich angesprochen werden.

Die Moderation hat keine besonderen Rechte. Sie ist ein Dienst an der Gruppe, behält den Überblick, achtet darauf, dass alle zu Wort kommen können, und unterstützt bei Absprachen und Meinungsbildern.

1. Blitzlicht

Jeder erzählt kurz, wie es ihm oder ihr gerade geht, wie die Woche war oder welches Thema aktuell auf der Seele liegt. Verständnisfragen sind erlaubt; vertiefende Rückmeldungen folgen erst danach.

2. Themenklärung

Nach dem Blitzlicht wird deutlich, welche Anliegen an diesem Abend Raum brauchen. Gemeinsam legt die Gruppe die Themen des Treffens fest.

3. Beispiel für einen Abend

  • Ein Teilnehmer sucht Rat zu aktuellen Sorgen.
  • Ein Kapitel aus einem Buch wird gemeinsam besprochen.
  • Zur Entspannung wird eine Atemübung oder Progressive Muskelrelaxation durchgeführt.
  • Ein Spiel oder eine Kommunikationsübung lockert die Runde auf.
  • Einige Teilnehmer machen ihre „Zwei-Minuten-Übungen“ vor der Gruppe.

Themen, die zeitlich nicht mehr drankommen, können in einem Themenspeicher gesammelt werden.

4. Abschlussblitzlicht

Am Ende sagen alle, was ihnen der Abend gebracht hat und welche Themen sie eventuell für das nächste Treffen vorschlagen möchten.